Was Emotionen für uns tun

Der Philosoph René Descartes und sein berühmtes Sprichwort "Cogito, ergo sum" (ich denke, also bin ich) legten den Grundstein für die Moderne. Mit der Moderne kam die Annahme, dass Gedanken Emotionen übertrumpfen und unsere ausgefeiltesten menschlichen Fähigkeiten sind.

Heute glauben viele weiterhin, dass Kognition König ist und dass wir am weisesten sind, unsere Emotionen zu kontrollieren. Im Bereich der psychischen Gesundheit wurden die Gedanken von populären Therapieformen, wie der kognitiven Verhaltenstherapie und der rational-emotionalen Verhaltenstherapie, als am wichtigsten angesehen.

Wachsende Anerkennung der Wichtigkeit von Emotionen

Die Vorstellung, dass Gedanken Emotionen regieren, ist im Laufe der Zeit weniger populär geworden, besonders in Bereichen wie Psychologie und Neurowissenschaften. Emotionale Intelligenz ist ein Begriff, der durch das Buch des Psychologen Daniel Goldman über das Thema populär geworden ist und seither beträchtliche Aufmerksamkeit erregt hat. Emotionale Intelligenz bedeutet, mit den eigenen wie auch mit den eigenen Emotionen in Kontakt zu sein und zu wissen, wie man Emotionen am besten bei Entscheidungen und Handlungen nutzt.

Emotional fokussierte Therapie ist eine der am besten erforschten Formen der Paartherapie, und wie der Name schon sagt, arbeitet sie mit einem scharfen Fokus auf die emotionale Erfahrung jedes Partners. Antonio Damasio, Neurowissenschaftler und Forscher über Emotionen, weist auf die evolutionäre Bedeutung von Emotionen hin und weist darauf hin, dass wir genauso wahrscheinlich in der Lage sind, unsere Emotionen zu stoppen, wie wir uns davor bewahren, zu niesen.

Trotz wie oft Menschen glauben, dass wir unsere Emotionen überlisten können, können wir einfach nicht. Mit mehr Aufmerksamkeit auf Emotionen im Allgemeinen, wurde mehr auf Emotionen im Bereich der psychischen Gesundheit konzentriert.

Was Emotionen für uns tun

Eine sehr vereinfachte Erklärung dessen, was Emotionen bewirken. Der emotionale Bereich unseres Gehirns, bekannt als die Amygdala, sendet Signale an unsere Körper basierend auf Situationen, in denen wir uns befinden.

Solche Signale bereiten uns darauf vor, mit den Situationen umzugehen, denen wir begegnen.

Stellen Sie sich die Mutter vor, die ihr Kind in Gefahr bringt: Ihre Angst lässt eine Flut von Hormonen und Gehirnchemikalien über ihren Körper laufen, und sie ist plötzlich stärker, schärfer und schneller als Folge dieses physiologischen Prozesses. Wir können den Gehirnstrukturen danken, die mit Emotionen für die Sicherheit ihres Kindes verbunden sind.

Es gibt immer noch viele unbeantwortete Fragen zu Emotionen. Aber mit mehr Aufmerksamkeit für diesen kritischen Aspekt unserer menschlichen Erfahrung lernen Wissenschaftler mehr.

Die physisch gefühlte Erfahrung von Emotionen

In dem Bestreben, mehr über Emotionen zu erfahren, haben finnische Wissenschaftler gelernt, dass Menschen berichten, dass Emotionen in ihrem Körper in einer relativ universellen Weise über mehrere verschiedene Kulturen hinweg registriert werden. Obwohl die Befragten jede Emotion nicht vollständig auf die gleiche Weise erlebten, fanden die Forscher gemeinsame Muster in der Art und Weise, wie die grundlegenden Emotionen physisch wahrgenommen wurden.

Depression, zum Beispiel, gedämpfte Gefühle im ganzen Körper, während Angst Gefühle im Brustbereich beleuchtete. Glück und Liebe waren zwei Erfahrungen, die den ganzen Körper aktivierten.

Diese Forschung wirft ein völlig neues Licht der Möglichkeit auf die Idee, dass Liebe uns helfen kann zu heilen.

Es stimmt auch mit Damasios Vorschlag überein, dass unsere Gehirne bewusst Emotionen basierend auf den physischen Empfindungen, die wir erfahren, identifizieren.

Quelle:

Nummenmaa, L., Glerean, E. & Hietanen, J. (2013) Körperkarten der Emotion . Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten von Amerika, 1-6.