Der Prozess, Vorteile und mögliche Nachteile der psychoanalytischen Therapie
Die psychoanalytische Therapie ist eine der bekanntesten Behandlungsmethoden, aber sie ist auch eine der am meisten missverstandenen von den Konsumenten psychischer Gesundheit. Diese Art der Therapie basiert auf den Theorien und der Arbeit von Sigmund Freud , der die als Psychoanalyse bekannte Denkschule gründete.
Was ist Psychoanalytische Therapie?
Die psychoanalytische Therapie untersucht, wie das Unbewusste Gedanken und Verhaltensweisen beeinflusst.
Freud beschrieb das Unbewusste als Reservoir von Wünschen, Gedanken und Erinnerungen, die unterhalb der Oberfläche bewussten Gewahrseins liegen. Er glaubte, dass diese unbewussten Kräfte oft zu psychischen Störungen und Störungen führen könnten.
In der Psychoanalyse werden häufig frühe Kindheitserfahrungen betrachtet, um zu entdecken, wie diese Ereignisse den Einzelnen geprägt haben und wie sie zu den aktuellen Handlungen beitragen. Menschen, die sich einer psychoanalytischen Therapie unterziehen, treffen sich oft mindestens einmal pro Woche mit ihrem Therapeuten und bleiben möglicherweise mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre in Therapie. Durch diesen Prozess besteht die Hoffnung, dass die Menschen Einsicht und Bewusstsein für die unbewussten Kräfte gewinnen können, die zu ihrem gegenwärtigen mentalen Zustand beitragen.
Die Geschichte der Psychoanalytischen Therapie
Die psychoanalytische Theorie entstand aus der Arbeit des berühmten Psychoanalytikers Sigmund Freud, der Ende des 19. Jahrhunderts mit der Entwicklung seiner therapeutischen Techniken begann.
1885 begann Freud mit Jean-Martin Charcot in der Salpêtrière in Paris zu studieren und zu arbeiten. Charcot benutzte Hypnose , um Frauen zu behandeln, die unter der damals als Hysterie bekannten Krankheit litten. Symptome der Krankheit waren teilweise Lähmung, Halluzinationen und Nervosität.
Freud fuhr fort, Hypnose in der Behandlung zu erforschen, aber seine Arbeit und Freundschaft mit Kollege Josef Breuer führte zur Entwicklung seiner berühmtesten therapeutischen Technik.
Breuer beschrieb seine Behandlung einer jungen Frau, die in der Krankengeschichte als Anna O. bekannt ist , deren Symptome der Hysterie durch das Sprechen über ihre traumatischen Erfahrungen erleichtert wurden. Freud und Breuer arbeiteten an einem Buch mit dem Titel Studies on Hysteria zusammen, und Freud entwickelte seine Anwendung dieser " Gesprächstherapie " weiter. Dieser Ansatz schlug vor, dass das bloße Sprechen über Probleme helfen könnte, psychische Belastungen zu lindern.
Wie funktioniert die psychoanalytische Therapie?
Psychoanalytische Therapeuten verbringen im Allgemeinen Zeit damit, Patienten zuzuhören, die über ihr Leben sprechen, weshalb diese Methode oft als "sprechende Heilung" bezeichnet wird. Der Therapieanbieter wird nach Mustern oder signifikanten Ereignissen suchen, die bei den derzeitigen Schwierigkeiten des Patienten eine Rolle spielen können. Psychoanalytiker glauben, dass Kindheitsereignisse und unbewusste Gefühle, Gedanken und Motivationen eine Rolle bei psychischen Erkrankungen und maladaptiven Verhaltensweisen spielen.
Die psychoanalytische Therapie nutzt auch andere Techniken wie die freie Assoziation, die Erforschung der Übertragung, die Beobachtung von Abwehrmechanismen und Gefühlen, die den Patienten nicht bewusst sind, sowie die Interpretation von Träumen .
Was sind die Vorteile der psychoanalytischen Therapie?
Wie bei jedem Ansatz zur psychischen Gesundheitsbehandlung kann die psychoanalytische Therapie ihre Vor- und Nachteile haben.
Das Ausmaß, in dem diese potenziellen Vorteile und Fallstricke die Wahl beeinflussen, diesen Ansatz zu verwenden, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, einschließlich der individuellen Präferenzen und der Schwere der Symptome.
Diese Art von Therapie hatte Kritiker, die behaupten, dass die psychoanalytische Therapie zu zeitaufwendig, teuer und im Allgemeinen ineffektiv sei. Einige wie Noam Chomsky und Karl Popper deuteten an, dass der Psychoanalyse eine wissenschaftliche Grundlage fehlte. Missverständnisse dieser Art von Behandlung sind oft mit einigen der früheren, eher klassischen Freudschen Anwendungen der psychoanalytischen Behandlung verbunden.
In den letzten Jahrzehnten gab es bedeutende Forschungsergebnisse, die den Nutzen dieses Ansatzes bestätigten.
Der Therapeut bietet ein einfühlsames und nicht-urteilendes Umfeld, in dem sich der Klient sicher fühlen kann, wenn er Gefühle oder Handlungen offenbart, die zu Stress und Schwierigkeiten in seinem Leben geführt haben. Oft kann die einfache Aufteilung dieser Belastungen im Rahmen einer therapeutischen Beziehung einen positiven Einfluss haben. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass diese Art der Selbstuntersuchung im Laufe der Zeit zu einem anhaltenden emotionalen Wachstum führen kann.
Was sind die Schattenseiten der psychoanalytischen Therapie?
Wie bei allen Behandlungsmethoden gibt es auch mögliche Nachteile, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten. Kosten werden oft als der größte Nachteil der psychoanalytischen Therapie genannt. Viele Klienten sind seit Jahren in Therapie, so dass die finanziellen und zeitlichen Kosten, die mit dieser Behandlungsmodalität verbunden sind, potentiell sehr hoch sein können.
Ein Wort von
Psychoanalytische Therapie ist nur ein Ansatz der psychischen Gesundheit Behandlung, die Sie vielleicht in Betracht ziehen möchten. Dieser Ansatz kann Vorteile bieten, die für Ihre spezielle Situation gut geeignet sind, aber sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Therapeuten, um herauszufinden, welche Psychotherapie- Methode für Ihre individuellen Bedürfnisse am effektivsten ist.
> Quellen:
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