Die Affektheuristik und Entscheidungsfindung

Die Affektheuristik ist eine Art mentale Abkürzung, in der Menschen Entscheidungen treffen, die stark von ihren aktuellen Emotionen beeinflusst werden. Im Wesentlichen spielt Ihr Affekt (ein psychologischer Begriff für emotionale Reaktion) eine entscheidende Rolle bei den Entscheidungen und Entscheidungen, die Sie treffen.

Es mag keine große Überraschung sein zu erfahren, dass Ihre Emotionen alle Arten von Entscheidungen beeinflussen, ob groß oder klein.

Schließlich wissen Sie vielleicht bereits, dass Sie eher Risiken eingehen oder neue Dinge ausprobieren, wenn Sie glücklich sind, aber weniger wahrscheinlich, wenn Sie sich niedergeschlagen fühlen. Wenn Sie jemals mit Ihrem "Bauchgefühl" gegangen sind, wenn Sie mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert sind, verlassen Sie sich wahrscheinlich auf die Effektheuristik.

Wie wirkt sich die heuristische Arbeit aus?

In der Psychologie ist eine Heuristik eine mentale Abkürzung, die es Menschen ermöglicht, schnell und effizient Entscheidungen zu treffen. In diesem Fall ist es die Art und Weise, wie Sie sich fühlen (Ihren Affekt) gegenüber einem bestimmten Reiz, der Ihre Entscheidungen beeinflusst. Ihre Gefühle der relativen "Güte" oder "Schlechtigkeit" einer bestimmten Person, eines Objekts oder einer Aktivität beeinflussen die Entscheidungen, die Sie letztendlich treffen.

Wie stark beeinflussen Ihre Emotionen Ihre Entscheidungsfindung und welchen Einfluss könnte dies auf Ihr Leben haben?

Beispiele für die Effektheuristik

Stellen Sie sich zum Beispiel eine Situation vor, in der zwei Kinder in einem örtlichen Park zum Spielen ankommen. Ein Kind hat viel Zeit mit Schaukeln im Haus eines Nachbarn verbracht, so dass er nur positive Gefühle hat, wenn er die Schaukel im Park sieht.

Er trifft sofort die Entscheidung, dass die Schaukeln Spaß machen (hoher Nutzen, geringes Risiko) und läuft, um auf den Schaukeln zu spielen.

Das andere Kind hatte jedoch kürzlich eine negative Erfahrung beim Spielen auf den Schaukeln bei einem Freund. Als er die Schaukeln im Park sieht, greift er auf diese negative Erinnerung zurück und entscheidet, dass die Schaukeln eine schlechte Wahl sind (geringer Nutzen, hohes Risiko).

Auswirkungen der Effektheuristik

Ähnlich wie andere Heuristiken hat die Affektheuristik ihre Vor- und Nachteile. Solche mentalen Abkürzungen ermöglichen zwar schnelle und oft recht genaue Entscheidungen, können aber auch zu einer schlechten Entscheidungsfindung führen.

Überlegen Sie, wie Werbung ungesunde Aktivitäten wie Rauchen oder ungesunde Lebensmittel manchmal als positiv und attraktiv erscheinen lässt. Diese Anzeigen können manchmal die Emotionen von Verbrauchern beeinflussen, was zu schlechten Gesundheitsentscheidungen und riskanten Verhaltensweisen führen kann, die schwerwiegende, langfristige Folgen haben können.

Eine 1978 von Fischhoff et al. spielte eine bedeutende Rolle bei der Erforschung der Affektheuristik. Die Forscher entdeckten, dass die Beurteilung von Nutzen und Risiko negativ korrelierte - je größer der wahrgenommene Nutzen, desto geringer das wahrgenommene Risiko.

Zur gleichen Zeit scheinen die risikoreicheren Verhaltensweisen, je weniger die wahrgenommenen Vorteile waren.

Bestimmte Verhaltensweisen wie Alkoholkonsum und Rauchen wurden als risikoreich und wenig nutzbringend angesehen, während andere Dinge wie Antibiotika und Impfstoffe als sehr vorteilhaft und risikoarm galten.

Forscher haben auch herausgefunden, dass Emotionen auch die Beurteilungen beeinflussen können, die Menschen über statistische Informationen machen. In einer Studie wurden Klinikern Rückfallraten präsentiert, die entweder als Wahrscheinlichkeiten (wie 30%) oder Häufigkeiten (wie 30 von 100) dargestellt wurden.

Die Kliniker stuften Patienten mit psychischen Erkrankungen ein höheres Risiko ein, wenn die Zahlen eher als Häufigkeiten denn als Wahrscheinlichkeiten präsentiert wurden.

Warum? Forscher schlagen vor, dass die Präsentation der Daten als Frequenzen zu extremeren Beurteilungen seitens der Kliniker führt, weil sie ein geistiges Bild des Individuums schafft, das in seine alten Verhaltensweisen zurückkehrt.

Ein Wort von

Offensichtlich kann die Affektheuristik einen großen Einfluss auf große und kleine Entscheidungen haben. Was können Sie also tun, um zu verhindern, dass Emotionen zu einer schlechten Entscheidungsfindung beitragen? Es kann hilfreich sein, sich des Phänomens bewusst zu sein. Wenn Sie sich Ihrer Neigung bewusst sind, sich von Ihren Gefühlen und Emotionen beeinflussen zu lassen, werden Sie in der Lage sein, in Zukunft objektivere und klarere Entscheidungen zu treffen.

Die Forschung legt auch nahe, dass das Gespräch mit sich selbst in der dritten Person eine wirksame Form der Selbstkontrolle sein kann. Wenn Sie das nächste Mal eine Entscheidung in einem emotionalen Moment treffen müssen, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um mit der dritten Person zu sich selbst zu sprechen. Es kann Ihnen helfen, ruhig, gesammelt und besonnen zu bleiben, eine Strategie, die schlechte Entscheidungen in der Hitze des Augenblicks verhindern kann.

Quellen:

Reisberg, D. Das Oxford Handbuch der kognitiven Psychologie. Oxford: Oxford Universitätspresse; 2013.

Slovic, P., Finucane, ML, Peters, E. & MacGregor, DG. Die Effektheuristik. Europäische Zeitschrift für operative Forschung. 2007; 177: 1333-1352. doi: 10.1016 / j.jpg.2005.04.006