Neo-Freudian Psychologen waren Denker, die mit vielen grundlegenden Grundsätzen von Freuds psychoanalytischer Theorie übereinstimmten, aber den Ansatz änderten und anpassten, um ihre eigenen Überzeugungen, Ideen und Meinungen zu integrieren. Der Psychologe Sigmund Freud hat viele sehr kontroverse Ideen vorgeschlagen, aber auch eine Reihe von Anhängern.
Viele dieser Denker stimmten Freuds Konzept des Unbewussten und der Wichtigkeit der frühen Kindheit zu.
Es gab jedoch eine Reihe von Punkten, die von anderen Gelehrten nicht geteilt oder direkt abgelehnt wurden. Aus diesem Grund schlugen diese Individuen ihre eigenen einzigartigen Theorien der Persönlichkeit vor.
Neo-Freudsche Unstimmigkeiten mit Freud
Es gibt einige verschiedene Gründe, warum diese neo-freudianischen Denker mit Freud nicht übereinstimmten. Zum Beispiel glaubte Erik Erikson, dass Freud falsch war zu denken, dass die Persönlichkeit fast ausschließlich durch Kindheitsereignisse geformt wurde. Andere Themen, die neofreudianische Denker motivierten:
- Freuds Betonung des sexuellen Triebes als primärer Motivator.
- Freuds negative Sicht auf die menschliche Natur.
- Freuds Überzeugung, dass die Persönlichkeit ausschließlich durch frühkindliche Erfahrungen geprägt ist.
- Freuds mangelnde Betonung sozialer und kultureller Einflüsse auf Verhalten und Persönlichkeit.
Während die Neo-Freudianer möglicherweise von Freud beeinflusst wurden, entwickelten sie ihre eigenen einzigartigen Theorien und Perspektiven auf menschliche Entwicklung, Persönlichkeit und Verhalten.
Major Neo-Freudian Denker
Es gab eine Reihe von neofreudianischen Denkern, die mit der Freudschen psychoanalytischen Tradition brechen, um ihre eigenen psychodynamischen Theorien zu entwickeln. Einige dieser Personen gehörten anfangs zu Freuds engstem Kreis, darunter Carl Jung und Alfred Adler.
Freud und Jung hatten einst eine enge Freundschaft, aber Jung brach ab, um seine eigenen Ideen zu bilden.
Jung bezog sich auf seine Persönlichkeitstheorie als analytische Psychologie und führte das Konzept des kollektiven Unbewussten ein. Er beschrieb dies als eine universelle Struktur, die von allen Mitgliedern derselben Spezies geteilt wird und alle Instinkte und Archetypen enthält, die das menschliche Verhalten beeinflussen. Jung legte immer noch großen Wert auf das Unbewusste, aber seine Theorie legte mehr Wert auf sein Konzept des kollektiven Unbewussten als auf das persönliche Unbewusste. Wie viele andere Neo-Freudianer konzentrierte sich auch Jung weniger auf Sex als Freud.
Adler glaubte, dass sich Freuds Theorien zu sehr auf Sex als Hauptmotivator menschlichen Verhaltens konzentrierten. Stattdessen legte Adler weniger Wert auf die Rolle des Unbewussten und einen stärkeren Fokus auf zwischenmenschliche und soziale Einflüsse. Sein Ansatz, bekannt als Individualpsychologie, konzentrierte sich auf den Antrieb, dass alle Menschen ihre Minderwertigkeitsgefühle kompensieren müssen. Der Minderwertigkeitskomplex, so meinte er, sei die Gefühle und Zweifel einer Person, dass sie sich nicht mit anderen Menschen oder den Erwartungen der Gesellschaft messen lassen.
Während Freud glaubte, dass die Persönlichkeit während der frühen Kindheit größtenteils in Stein gemeißelt war, fühlte Erikson, dass die Entwicklung während des gesamten Lebens fortgesetzt wurde.
Er glaubte auch, dass nicht alle Konflikte bewusstlos waren. Viele waren sich bewusst und das Ergebnis, dachte er, aus dem Entwicklungsprozess selbst. Erikson betonte die Rolle des Sex als Motivator für das Verhalten und legte stattdessen einen viel stärkeren Fokus auf die Rolle der sozialen Beziehungen. Seine achtstufige Theorie der psychosozialen Entwicklung konzentriert sich auf eine Reihe von Entwicklungskonflikten, die während der gesamten Lebensspanne auftreten, von der Geburt bis zum Tod. In jeder Phase stehen die Menschen vor einer Krise, die gelöst werden muss, um bestimmte psychologische Stärken zu entwickeln.
Horney war eine der ersten Frauen in der Psychoanalyse, und sie war auch eine der ersten, die Freuds Darstellungen von Frauen als minderwertig gegenüber Männern kritisierte.
Horney widersprach Freuds Darstellung von Frauen, die unter "Penisneid" litten. Stattdessen schlug sie vor, dass Männer "Scham-Neid" erleben, weil sie keine Kinder gebären können. Ihre Theorie konzentriert sich darauf, wie Verhalten durch eine Anzahl von verschiedenen neurotischen Bedürfnissen beeinflusst wurde.