Was ist Speicherkonsolidierung?

Wie Kurzzeitgedächtnisse langfristig werden

Gedächtniskonsolidierung ist der Prozess, bei dem unsere Gehirne kurzfristige Erinnerungen in langfristige umwandeln. Wir speichern nur Kurzzeitgedächtnisse für ungefähr 30 Sekunden, also wenn wir uns an irgendetwas erinnern werden, müssen alle diese Informationen in langfristiges Gedächtnis verschoben werden.

Speicherkonsolidierung und Synapsen

Um zu verstehen, wie die Gedächtniskonsolidierung funktioniert, ist es hilfreich zu verstehen, wie Synapsen im Gehirn funktionieren.

Stellen Sie sich das wie ein elektrisches System vor, das einen Strom leitet: Die Synapsen leiten die Signale von Neuronen zu Neuronen mit Hilfe von Neurotransmittern weiter.

Je häufiger Signale weitergeleitet werden, desto stärker werden die Synapsen. Es wird angenommen, dass dieser Prozess, der Potenzierung genannt wird, eine wichtige Rolle in den Lern- und Gedächtnisprozessen spielt. Wenn zwei Neuronen wiederholt zur gleichen Zeit feuern, werden sie in der Zukunft eher zusammen feuern. Schließlich werden diese beiden Neuronen füreinander sensibilisiert.

Wenn wir neue Erfahrungen, Informationen und Erinnerungen gewinnen, schaffen unsere Gehirne mehr und mehr diese Verbindungen. Im Wesentlichen kann sich das Gehirn neu ordnen, neue Verbindungen herstellen und alte aussortieren.

Wie funktioniert die Speicherkonsolidierung?

Durch das wiederholte Wiederholen oder Wiederholen von Informationen werden diese neuronalen Netzwerke verstärkt. Wenn Sie zum Beispiel das gleiche Material regelmäßig über einen langen Zeitraum hinweg untersuchen, werden die Wege, die mit der Erinnerung an diese Information verbunden sind, stärker.

Das wiederholte Feuern der gleichen Neuronen macht es wahrscheinlicher, dass dieselben Neuronen in der Lage sind, dieses Feuern in der Zukunft erneut zu wiederholen.

Dadurch können Sie sich die Informationen später leichter und genauer merken.

Eine andere Art, an diese synaptischen Bahnen zu denken: Sie sind einem Weg im Wald ähnlich.

Je öfter Sie den Weg gehen, desto vertrauter wird es und desto einfacher ist es zu durchqueren.

Einflüsse auf den Speicherkonsolidierungsprozess

Während wir oft denken, dass das Gehirn wie ein Aktenschrank oder ein Computer ist und sorgfältig bestimmte Erinnerungen in einzelnen Dateien speichert, werden Erinnerungen im ganzen Gehirn verteilt. Während des Konsolidierungsprozesses erstellt das Gehirn eine Art neuronale Karte, die es ermöglicht, Erinnerungen wiederzugewinnen, wenn sie benötigt werden.

Experten schlagen vor, dass Schlaf eine wichtige Rolle im Konsolidierungsprozess spielen kann. Eine der Haupttheorien des Schlafes legt nahe, dass Schlaf existiert, um Informationen, die wir während unseres Wachlebens erworben haben, zu verarbeiten und zu konsolidieren.

Menschen denken oft an Erinnerungen als permanent, aber nur weil eine Erinnerung konsolidiert wurde, heißt das nicht, dass sie nicht verloren gehen kann. In der Tat haben Forscher herausgefunden, dass Erinnerungen oft wieder rückverfestigt werden müssen, wenn sie einmal abgerufen wurden. Der Prozess des Abrufens und Rekonsolidierens eines Speichers kann dazu beitragen, Informationen im Langzeitgedächtnis zu erhalten und zu stärken.

Forscher haben auch herausgefunden, dass Erinnerungen bei jedem Zugriff neu konsolidiert werden müssen. Dieser Prozess kann jedoch den Speicher selbst transformieren und verändern.

Gerade der Akt des Erinnerns kann dazu führen, dass manche Dinge vergessen werden.

Beschleunigung des Speicherkonsolidierungsprozesses

Es ist auch möglich, den Konsolidierungsprozess beim Erlernen neuer Informationen zu beschleunigen. Proben- und Erinnerungsstrategien, wie Lernen und Mnemotechniken, sind ein paar Techniken, und eine der besten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass Informationen im Langzeitgedächtnis konsolidiert werden, besteht darin, sie wiederholt in mehreren Abständen zu üben.

Aus diesem Grund führt das wöchentliche Überarbeiten Ihrer Kursnotizen für mehrere Wochen zu einer größeren Speichererhaltung als die Nacht vor der Prüfung.

> Quellen

Payne, JD & Kensinger, EA (2010). Die Rolle des Schlafes bei der Konsolidierung emotionaler episodischer Erinnerungen. Aktuelle Richtungen in der Psychologischen Wissenschaft , 19 (5), 290-295. doi: 10.1177 / 0963721410383978

Milner, B .; Corkin, S .; Teuber, H. -L. (1968). Weitere Analyse des amnestischen Hippokampus-Syndroms: 14-Jahres-Follow-up-Studie von HM Neuropsychologia 6 (3) , 215. doi: 10.1016 / 0028-3932 (68) 90021-3