Unterdrückte Angstzustände, gelernte Reaktionen oder ein chemisches Ungleichgewicht können die Ursache sein
Experten sind sich nicht ganz sicher, warum sich Phobien entwickeln. Es gibt jedoch zahlreiche Theorien, und sie können in drei verschiedene Kategorien eingeteilt werden:
- Psychoanalytisch
- Lernbasiert
- Biologisch
Es ist unwahrscheinlich, dass diese drei Kategorien sich gegenseitig ausschließen, da die Wahrscheinlichkeit besteht, dass mehrere Ursachen in Individuen interagieren, um Phobien zu verursachen. Zum Beispiel kann es sein, dass biologische Unterschiede im Gehirn durch eine Erfahrung oder etwas in der Umgebung dieser Person ausgelöst werden, oder dass eine negative Erfahrung zu einer erlernten Reaktion führt.
Schauen Sie sich diese Theorien an und Sie werden sehen, wie komplex die Entwicklung einer Phobie ist und warum sie wahrscheinlich auf einer Kombination vieler Faktoren beruht.
Psychoanalytische Theorie
Sigmund Freud ist im Volksmund als der Vater der modernen Psychologie bekannt. Seine bahnbrechende Strukturtheorie basierte weitgehend auf den drei Stufen des Gewissens:
- Ich würde
- Ego
- Überich
Das Es ist der ursprünglichste und instinktivste Teil des Geistes und ist die Grundlage für so primitive Emotionen wie Angst und Angst.
Das Über-Ich ist das selbstlose höhere Gewissen, indem es Werturteile und den Begriff der Schuld hinzufügt. Das Ego ist der rationale Moderator zwischen den beiden. Ein wesentlicher Teil der Pflicht des Egos besteht darin, die Impulse des Es zu kontrollieren.
Nach dieser Theorie basieren Phobien auf Angstreaktionen des Es, die vom Ich unterdrückt wurden. Mit anderen Worten, das gegenwärtig gefürchtete Objekt ist nicht das ursprüngliche Thema der Angst.
Lerntheorie
Die Lerntheorie ist eine weitgehend inklusive Menge von Theorien, die auf Prinzipien des Behaviorismus und der kognitiven Theorie basieren. Ivan Pavlov war Vorreiter der Lerntheorie, indem er zeigte, dass Hunde trainiert werden konnten, wenn eine Glocke geläutet wurde. Seitdem haben zahlreiche Psychologen auf Pawlows Arbeit aufgebaut, um mehr Theorien des menschlichen Verhaltens zu entwickeln.
Nach der Lerntheorie entwickeln sich Phobien, wenn Angstreaktionen verstärkt oder bestraft werden. Sowohl Verstärkung als auch Bestrafung können positiv oder negativ sein.
Positive Verstärkung ist die Präsentation von etwas Positivem, wie zum Beispiel ein Elternteil, der ein Kind dafür belohnt, sich von einer Schlange fernzuhalten. Positive Bestrafung ist die Präsentation von etwas Negativem oder Ungünstigem, um zu verhindern, dass dieses Verhalten wieder auftritt, beispielsweise wenn ein Kind von einer Schlange gebissen wird.
Biologische Basis
Das medizinische Modell der Psychologie besagt, dass psychische Störungen durch physiologische Faktoren verursacht werden. Diese Theorie konzentriert sich auf die Neuropsychologie, ein Zweig der Psychologie, der sich der Erforschung der Struktur und Funktion des Gehirns widmet.
Neuropsychologen haben bestimmte genetische Faktoren identifiziert, die bei der Entwicklung von Phobien eine Rolle spielen könnten. Obwohl die Forschung noch in ihren frühen Phasen ist, ist es bekannt, dass bestimmte Medikamente, die die Chemie des Gehirns beeinflussen, hilfreich bei der Behandlung von Phobien sind. Die meisten dieser Behandlungen sollen dazu beitragen, Angstzustände zu lindern, indem sie das Niveau einer Chemikalie namens Serotonin erhöhen.